Wo sitzt der Crashsensor im Auto?
Wo sitzen die Crashsensoren im Auto?
Crashsensoren sind an mehreren Stellen im Fahrzeug verbaut: vorne im Motorraum oder hinter dem Stoßfänger, seitlich in den Türen oder an der Schwellerinnenseite und im Airbag-Steuergerät selbst. Die genauen Positionen variieren je nach Hersteller, Modell und Baujahr – ein modernes Auto hat typischerweise 4 bis 8 Crashsensoren.
Crashsensoren (auch Aufprallsensoren genannt) bilden das sensorische Netzwerk des Airbag-Systems. Sie erkennen einen Aufprall in Millisekunden und melden die Daten an das Airbag-Steuergerät, das dann über die Auslösung von Airbags und Gurtstraffern entscheidet. Ohne funktionierende Crashsensoren kann das Steuergerät keinen Unfall erkennen.
Die wichtigsten Einbauorte im Überblick
Crashsensoren sitzen überall dort, wo das Fahrzeug bei einem Aufprall Kräfte aufnimmt: vorne für den Frontalaufprall, seitlich für den Seitenaufprall und manchmal auch hinten für den Heckaufprall. Im Steuergerät selbst ist zusätzlich ein zentraler Beschleunigungssensor verbaut.
| Position | Erkennt | Typischer Einbauort |
|---|---|---|
| Vorne links | Frontalaufprall links | Motorraum, Längsträger oder Stoßfängerträger |
| Vorne rechts | Frontalaufprall rechts | Motorraum, Längsträger oder Stoßfängerträger |
| Seite links vorne | Seitenaufprall Fahrer | Tür, Schweller oder B-Säule |
| Seite rechts vorne | Seitenaufprall Beifahrer | Tür, Schweller oder B-Säule |
| Seite links hinten | Seitenaufprall hinten links | Tür oder C-Säule |
| Seite rechts hinten | Seitenaufprall hinten rechts | Tür oder C-Säule |
| Zentral (im Steuergerät) | Alle Richtungen | Unter Mittelkonsole oder Fahrersitz |
Frontale Crashsensoren
Die vorderen Crashsensoren sitzen im Motorraum – typischerweise an den Längsträgern, am Stoßfängerträger oder hinter dem Haubenschloss. Sie erkennen einen Frontalaufprall und liefern dem Steuergerät die erste Information über die Schwere des Aufpralls.
- Längsträger links/rechts: Häufigste Position bei deutschen Fahrzeugen
- Stoßfängerträger: Bei neueren Modellen für frühzeitige Erkennung
- Motorraum Radhaus-Dom: Bei älteren BMW und Mercedes-Modellen
- Hinter dem Haubenschloss: Bei Ford und einigen anderen Herstellern
Frontale Crashsensoren arbeiten als Vorab-Sensoren (Upfront-Sensoren): Sie erkennen den Aufprall früher als der zentrale Sensor im Steuergerät und ermöglichen so eine schnellere Auslösung der Airbags.
Seitliche Crashsensoren
Die seitlichen Crashsensoren sitzen je nach Fahrzeug in den Türen (als Drucksensoren), an der Schwellerinnenseite (als Beschleunigungssensoren), in der B-Säule oder im unteren Bereich der C-Säule. Sie erkennen einen Seitenaufprall und lösen die Seitenairbags und Kopfairbags aus.
| Sensortyp | Position | Messprinzip |
|---|---|---|
| Drucksensor | Im Hohlraum der Tür | Misst Druckanstieg bei Türverformung |
| Beschleunigungssensor | Schwellerinnenseite / B-Säule | Misst Verzögerung bei 3-5 g |
| Körperschallsensor | In der Türstruktur | Erkennt Verformungsgeräusche des Blechs |
Warum sitzen Seitensensoren in der Tür?
Bei einem Seitenaufprall ist der Verformungsweg sehr kurz – nur die Türbreite trennt den Insassen vom aufprallenden Objekt. Deshalb müssen seitliche Crashsensoren besonders schnell reagieren. Drucksensoren in der Tür erkennen die Verformung bereits, bevor die Kraft den Insassen erreicht.
Zentraler Sensor im Steuergerät
Im Airbag-Steuergerät selbst ist ein zentraler Beschleunigungssensor verbaut. Er misst Kräfte aus allen Richtungen und dient als Referenz für die Signale der peripheren Sensoren. Erst wenn zentrale und periphere Sensoren übereinstimmend einen Aufprall melden, werden die Airbags gezündet.
Dieses „Zwei-Sensor-Prinzip" verhindert Fehlauslösungen: Schlägt zum Beispiel nur ein Stein gegen die Tür, meldet der Türsensor einen Schlag – aber der zentrale Sensor registriert keine Fahrzeugverzögerung. Die Airbags bleiben in diesem Fall deaktiviert.
Wie erkennt man einen defekten Crashsensor?
Ein defekter Crashsensor macht sich durch die Airbag-Warnleuchte und einen entsprechenden Fehlercode im Steuergerät bemerkbar. Typische Codes verweisen direkt auf den betroffenen Sensor, z. B. „Aufprallsensor vorne links" oder „Seitenaufprallsensor Fahrerseite". Eine Sichtprüfung des Sensors und seines Steckers kann Korrosion oder Beschädigungen aufdecken.
| Symptom | Mögliche Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| Airbag-Warnleuchte an | Sensor defekt oder Kabel unterbrochen | Fehlerspeicher auslesen |
| Fehlercode „Aufprallsensor" | Sensor selbst oder Steckverbindung | Sensor und Stecker prüfen |
| Fehler nach Unfall | Sensor durch Aufprall beschädigt | Sensor ersetzen |
| Fehler nach Türreparatur | Stecker nicht korrekt verbunden | Stecker prüfen und verbinden |
Was kostet ein neuer Crashsensor?
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Häufige Fragen zum Crashsensor
Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Crashsensor-Position.
Kann ich den Crashsensor selbst finden?
Die Sensoren sind an ihrem gelben Stecker erkennbar – das kennzeichnet alle Airbag-Komponenten. Die genaue Position hängt vom Fahrzeugmodell ab. In der Regel sitzen die vorderen Sensoren im Motorraum an den Längsträgern, die seitlichen in den Türen oder am Schweller unter dem Teppich.
Werden Crashsensoren bei einem Unfall zerstört?
Nicht zwingend. Nur wenn der Sensor im direkt betroffenen Aufprallbereich liegt, kann er mechanisch beschädigt werden. Nach jedem Unfall sollten aber alle Sensoren geprüft werden – auch solche, die nicht im Aufprallbereich sitzen. Beschädigte Sensoren müssen ersetzt werden.
Kann ich einen Crashsensor von einem anderen Auto verwenden?
Davon raten wir ab. Crashsensoren sind auf das jeweilige Fahrzeugmodell und dessen Karosseriestruktur abgestimmt. Ein Sensor aus einem anderen Modell kann falsche Werte liefern und zu Fehlauslösungen oder Nicht-Auslösung führen. Nur Original-Ersatzteile mit passender Teilenummer verwenden.
Warum hat mein Auto so viele Sensoren?
Moderne Fahrzeuge haben 6 bis 12 Airbags, die gezielt bei Front-, Seiten- oder Heckaufprall auslösen müssen. Dafür braucht das Steuergerät Informationen aus allen Richtungen. Mehrere Sensoren ermöglichen zudem eine präzisere Erkennung der Aufprallschwere und -richtung.